GEB Stellungsnahme

Stellungnahme zur Sitzung des ASBWs vom 15.11.2017
und Antrag des GEB zur Sitzung des Gemeinderates am 26.01.2018

• zum Auslaufen der Werkrealschule der Geschwister-Scholl-Schule
• zur Verteilung von Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklasse und mit Förderschwerpunkt „Lernen“ und „emotionale und soziale Entwicklung“

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich der kommenden Gemeinderatssitzung am 19.12.2017 möchten wir zum Beschluss der Sitzung des ASBWs am 15.11.2017 (Beschlussantrag 1)

„Der Gemeinderat beschließt, die Werkrealschule der Geschwister-Scholl-Schule ab dem Schuljahr 2017/18 auslaufen zu lassen und in dieser Schulart keine weiteren SchülerInnen mehr aufzunehmen“

wie folgt Stellung nehmen:

Wie bereits in den letzten beiden Sitzungen des ASBWs vorgetragen, bleibt der GEB bei der Position, dass sowohl die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) als auch die anderen eventuell aufnehmenden Schulen Zeit brauchen, den Übergang zu gestalten.

Nach wie vor sehen wir das sofortige Auslaufen der WRS mit Sorge, auch vor dem Hintergrund, dass dies durch die obere Schulaufsichtsbehörde erfolgen würde. Dieses (weitere Hinweis-)Verfahren würde der Schule Zeit einräumen, sich auf die neue Situation ausreichend vorzubereiten. Der GEB positioniert sich deswegen nachdrücklich gegen das sofortige Auslaufen der WRS an der GSS.

Dem Argument, eine verlässliche Ausbauplanung brauche diesen Beschluss, treten wir entgegen, da unter Beschlussantrag Nr. 3:

„Der Gemeinderat fasst – vorbehaltlich des Ergebnisses einer Alternativenprüfung – den Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Geschwister-Scholl-Schule in einer noch festzulegenden Option gemäß Begründung der Sitzungsvorlage.“

eine konkrete Ausbauoption beschlossen wurde (eine 5zügige Realschule mit ca. 9 Klassenräumen und 1-2 Fachräumen). Aus diesem Beschluss heraus erfolgt die entsprechende Ausbauplanung. Der Schulträger hat das Recht zu bauen, was er beschließt. Die GSS arbeitet seit Jahren mit einem Schulraumdefizit, die Förderung der Erweiterungsoption muss dargestellt werden. Eine Behinderung des Verfahrens durch das Weiterführen der WRS, sehen wir nicht. Eine entsprechende Klärung könnte durch Herrn Spruch zur Schulbauförderung beim Regierungspräsidium Freiburg herbei geführt werden.

Unser Hauptargument ist jedoch:

Derzeit liegt kein Konzept vor zur Verteilung der Vorbereitungsklassen und SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf. (In der Sitzung des ASBW hatten wir bereits entsprechend dazu vorgetragen)

Einer einfachen Verschiebung der Klassen an andere Schulstandorte, wie in der Vorlage dargestellt, beispielsweise an den Standort Berchen, können wir nur widersprechen. In der Sitzung wurde von Herrn Deußen bestätigt, dass es im Vorfeld keinerlei Absprachen mit potentiell aufnehmenden Schulen gegeben hat. Diese aufnehmenden Schulen könnten aus unserer Sicht nur die Standorte: Berchen, GMS Gebhard und RS Theodor-Heuss sein, die unter anderem auch keinen zusätzlichen Schulraum zur Verfügung stellen können. Unter diesen ungeklärten Umständen von einer schnellen Umverteilung zu sprechen bzw. diese vorzunehmen, ist aus unserer Sicht riskant. Die bislang nicht erfolgten Gespräche mit aufnehmenden Schulen sind das genaue Gegenteil einer gedeihlichen Kooperation an der schulischen Bildung beteiligter Einrichtungen.

Zudem möchten wir höflich an die Sitzungsvorlage 2017-2664 des ASBWS am 19.07.2017 zur Fortführung der Koordinationsstelle Bildung und Integration erinnern. Die Koordinationsstelle hat es in den letzten Jahren geschafft, über ein starkes Netzwerk, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für alle Kinder und Familien über funktionierende Strukturen aufzubauen. Dies unter Einbeziehung von Experten und zahlreichen Netzwerkpartnern.

Die Zielsetzungen des Netzwerkes, eine verantwortungsbewusste Herangehensweise im Bereich Bildung & Integration, muss der Maßstab für uns als Stadt bleiben.

Die entwickelte Kompetenz der GSS im Bereich der oben benannten Förderung kann nicht einfach mit sofortiger Wirkung aufgegeben werden. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Kompetenz in ein neu zu entwickelndes Konzept einfließt und den zukünftig aufnehmenden Schulen zur Verfügung gestellt wird.

1. Wir übersenden Ihnen einen Antragsentwurf des GEB zur Neukonzeption der Beschulung oben benannter Schülerinnen und Schüler mit der Bitte um wohlwollende Prüfung und eventueller Eingabe an die Geschäftsstelle Gemeinderat für die übern.chste Gemeinderatssitzung am 26.01.2018:

Beschlussantrag:

„Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, sich intensiv beim staatlichen Schulamt dafür einzusetzen, dass dem Schulträger baldmöglichst vorgelegt wird, wie die strukturelle und inhaltliche Neukonzeption der Verteilung der SchülerInnen der internationalen Klassen sowie der SchülerInnen mit Förderbedarf „Lernen“ und „emotionale und soziale Entwicklung“ zukünftig aussehen wird. Eine Beteiligung der Schulen setzen wir hierbei voraus.“

2. Wir bitten Sie auch um erneute Prüfung, ob ein sofortiges Auslaufen der WRS an der GSS unter oben benannten Voraussetzungen, wirklich sinnvoll ist. Die Argumente, der Schule ein bis zwei Jahre weitere Zeit und Ressourcen für die Entwicklung ihrer zukünftigen Struktur zu ermöglichen, liegen Ihnen bereits durch den bisherigen Diskussionsverlauf vor.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen jederzeit persönlich für detaillierte Ausführungen zur Verfügung.

Mit der höflichen Bitte um Stellungnahme

und freundlichen Grüßen

Alexandra Bek                           Petra Rietzler
Vorsitzende GEB                         stellv. Vorsitzende GEB

 

Hier steht Ihnen die komplette Stellungnahme des GEB als PDF zum Download zur Verfügung:
GEB Stellungnahme und Antragsentwurf 30.11.2017

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